Snowboard | 01.12.2022

Das erste Snowboard auswählen und was du beachten solltest

SALOMON
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Du hast gerade deine Liebe zum Snowboarden entdeckt? Willkommen im Club – du darfst dich auf einige erstklassige Abenteuer im Schnee freuen – egal ob auf der Piste, Park oder im Gelände! Die Auswahl deines ersten Snowboards kann allerdings zu einer richtigen Herausforderung werden. Gerade zu Beginn fehlt einem die Erfahrung, um beurteilen zu können, welche Eigenschaften das erste Snowboard haben sollte. Auch sind viele der Begriffe alles andere als selbsterklärend.

Um dir die Sache leichter zu machen, präsentieren dir INTERSPORT Rent und Salomon einen Kauf-Guide für Einsteiger-Snowboards, in dem wir auf die verschiedenen Arten, Längen und Profil-Shapes der Boards eingehen. In diesem Zusammenhang klären wir auch, für welche Einsatzzwecke sie geeignet sind.

Das erste Mal Snowboarden: Hierüber solltest du nachdenken

Ein hochwertiges Snowboard ist keine billige Anschaffung. Mache dir also Gedanken darüber, was du wirklich brauchst, bevor du dein hart verdientes Geld dafür ausgibst. Die erste Frage, die du dir stellen solltest, lautet: Wofür wirst du dein Snowboard nutzen – für den Park, die Piste, das Gelände oder alles ein bisschen? Wenn du dir hierüber im Klaren bist, wirst du dir bei der Entscheidung um einiges leichter tun.

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Diese Snowboard-Arten gibt es

Ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Die Frage nach dem Snowboard-Typ gehört zu den Grundsatzentscheidungen bei jedem Kauf. Denn jede Art von Snowboard bietet Vor- und Nachteile für bestimmte Einsatzgebiete:

Alpin-Snowboards für die Piste:

Carving- und Pisten-Snowboards sind speziell darauf ausgelegt, maximale Performance auf präparierten Abfahrten zu liefern. Typisch für diese Boards ist ein ausgeprägtes Camber-Profil, das für exzellenten Kantengriff, kraftvolle Turns und präzises Fahrverhalten sorgt. Sie besitzen größtenteils einen steifen bis mittleren Flex, was Stabilität und eine direkte Kraftübertragung begünstigt. Die Form, meist Directional oder Directional Twin, unterstützt die Spurtreue und gibt zusätzliche Kontrolle auf hartem Schnee.

Vorteile:

  • Präzise Schwungeinleitung dank Camber-Profil
  • Harter bis mittlerer Flex ermöglicht höhere Geschwindigkeiten auf präparierten Pisten

Nachteile:

  • Je höher der Flex, desto weniger werden Fahrfehler verziehen
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All-Mountain-Snowboards

All-Mountain-Snowboards sind vielseitige Allrounder, die sich für jedes Terrain eignen – egal ob Piste, Powder oder Park. Mit mittlerem Flex und einem ausgewogenen Shape bieten sie Stabilität, Wendigkeit und Fahrspaß für Anfänger wie Fortgeschrittene, die flexibel auf dem ganzen Berg unterwegs sein möchten.

Vorteile:

  • Für verschiedene Einsatzbereiche
  • Geeignet für: fast alle Könnerstufen
  • Mittlerer Flex ist fehlerverzeihend

Nachteile:

  • Nicht die beste Wahl, wenn man sich auf einen Bereich spezialisieren möchte
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Freeride-Snowboards

Freeride Snowboards zeichnen sich durch einen speziellen Shape aus, welcher das Fahren im Tiefschnee besonders erleichtert. Typisch ist eine breitere, oft längere Nose und ein kürzeres, schmaleres Tail. Kombiniert mit einer nach hinten versetzten Bindungsposition (Setback), sorgt diese Bauweise für mehr Auftrieb im Powder. Viele Freeride-Boards besitzen zudem eine ausgeprägte Verwindungssteifigkeit und sind aus robustem Material gefertigt, was ihnen Stabilität und Kontrolle auch bei hohen Geschwindigkeiten und anspruchsvollem Terrain verleiht. Durch ihren Directional oder Tapered Shape sind sie für schnelle, gerade Abfahrten und präzises Carven im Backcountry optimal geeignet.

Vorteile:

  • Viel Auftrieb im Tiefschnee
  • Stabil bei hoher Geschwindigkeit
  • Geeignet für Fortgeschrittene und Profis

Nachteile:

  • Beginnen auf der Piste bei höheren Geschwindigkeiten zu flattern
  • Einseitiger Nutzungszweck
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Freestyle-Snowboards

Freestyle Snowboards zeichnen sich durch ihren symmetrischen Shape aus, bei dem Nose und Tail gleich lang und geformt sind. Das ermöglicht es dir, das Board sowohl vorwärts als auch rückwärts (switch) zu fahren. Typisch für Freestyle-Boards ist zudem ein weicher bis mittlerer Flex, der für maximale Drehfreudigkeit sorgt und Fahrfehler eher verzeiht. Sie sind oft kürzer und leichter gebaut, um in der Luft wendig zu bleiben und eine spielerische Kontrolle zu ermöglichen.

Vorteile:

  • Ideal für Sprünge und Rails
  • Geeignet für kreatives Snowboarden

Nachteile:

  • Instabil bei hohen Geschwindigkeiten

Solltest du dir unsicher bei der Entscheidung sein, welches Board das richtige für deine Einsatzzwecke ist, empfehlen wir dir eine Beratung bei unseren RENTertainern in einem INTERSPORT Rent Shop in deiner Nähe. Profitiere von unserem Verleih, indem du unterschiedliche Snowboard-Arten testen kannst, bevor du dir dein Eigenes kaufst.

Das passende Profil für dein erstes Snowboard

Das Profil deines Snowboards ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Wahl eines Einsteiger-Snowboards. Gemeint ist die Biegung des Boards zwischen den beiden Kontaktpunkten mit dem Schnee.

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Snowboards mit traditionellem Camber

Boards mit einem traditionellem Camber haben, wenn du seitlich auf sie schaust, lediglich zwei Kontaktpunkte. Der Bereich dazwischen ist nach oben hin aufgebogen.

Einsatzzweck: Piste und Park

Eigenschaften:

  • Power und Präzision
  • Stabilität
  • Pop
  • Kontrolle
  • Spritzigkeit

Snowboards mit Reverse Camber und Rocker

Snowboards mit diesem Side Cut haben seitlich einen Bananen-Shape und je nach Ausprägung nur einen zentralen Kontaktpunkt, der sich unterschiedlich lang erstreckt. Das Rocker Profil wird auch als konkave Vorspannung bezeichnet.

Einsatzgebiet: Freeriden

Eigenschaften:

  • Verzeiht mehr Fehler
  • Bietet im Tiefschnee mehr Auftrieb
  • Macht die Schwungeinleitung einfacher

Schon gewusst? Es gibt auch Hybridboards, welche die Vorteile beider Profile vereinen.

Snowboards mit einem Flat Camber/Rocker

Snowboards mit diesem Shape haben einen einzigen Kontaktpunkt über die gesamte Kantenlänge.

Einsatzgebiet: Piste und Park

Eigenschaften:

  • Stabil bei hohen Geschwindigkeiten
  • Sehr guter Kantenhalt
  • Hohe Verspieltheit

Unser Tipp: Die besten Snowboard-Profile in puncto Stabilität und Schwungeinleitung (zwei der wichtigsten Faktoren für Anfänger) haben ein Flat Camber/Rocker-Profil, einen Rocker oder sind Hybride aus den genannten Shapes. Ihre Konstruktion ermöglicht ein gutes Handling, ohne dem Rider zu viel Kraft und Erfahrung abzuverlangen.

Effektive Kante & Sidecut-Radius

Die effektive Kantenlänge bezieht sich auf jenen Teil der Kante, der bei einem Turn im Schnee aufliegt. Die Länge maßgeblich vom Profil des Snowboards beeinflusst.

Allgemein lässt sich sagen, dass …

  • … eine kurze effektive Kante wendiger ist.
  • … eine lange effektive Kante mehr Stabilität bietet.

Was den Sidecut-Radius betrifft, ist ein größerer Radius ideal für längere, geschwungene Turns, während das Gegenteil kompakte, schnelle Richtungswechsel erlaubt.

Wähle den passenden Shape für dein erstes Snowboard aus

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Beim Snowboard-Kauf hast du auch die Wahl zwischen verschiedenen Formen und Shapes:

Directional

Ein Directional Snowboard ist darauf ausgelegt, besonders gut in eine Richtung gefahren zu werden. Je nach Einsatzgebiet besitzt es eine längere und/oder breitere Nose sowie einen kürzeren, oft steiferen Tail. Die Bindung ist meist nach hinten versetzt, um mehr Auftrieb im Tiefschnee und bessere Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten zu ermöglichen.

Einsatzgebiet: je nach Profil für die Piste oder fürs Gelände

Eigenschaften:

  • Nose länger als Tail
  • Tail meist eckiger
  • Für hohe Geschwindigkeiten auf der Piste oder im Gelände ausgelegt

True Twin

Ein True Twin Shape ist symmetrisch aufgebaut, sodass Nose und Tail identisch sind und die Bindungen zentriert montiert werden.

Einsatzgebiet: Park und Piste

Eigenschaften:

  • Nose und Tail genau gleich lang
  • Erleichtern das Switch-Fahren
  • Ideal für Tricks auf Rails sowie bei Sprüngen

Directional Twin

Ein Directional Twin Shape Snowboard besitzt eine symmetrische Form mit identischer Nose und Tail. Die Bindungen sind jedoch leicht nach hinten (in Richtung Tail) versetzt, was dem Board mehr Stabilität und Auftrieb beim Vorwärtsfahrten verleiht.

Einsatzgebiet: Piste und Freeriden

Eigenschaften:

  • Direktional, aber ähnlich wie ein Twin
  • Bietet Vorteile beider Shapes
  • Viel Flexibilität im Gelände und auf der Piste

Unser Tipp: True Twin Snowboards eignen sich bestens für Anfänger. Ihre symmetrische Form macht es einfacher, das Gleichgewicht zu halten. Außerdem passen sie zu fast allen Riding-Styles.

Die richtige Snowboard-Länge & -Breite

Die Länge deines Boards ist ein weiterer wichtiger Faktor. Sie beeinflusst das Fahrverhalten maßgeblich, wobei zu lange und zu kurze Bretter Vor- und Nachteile mit sich bringen. Achte beim Kauf darauf, dass die Größe deines Boards zu deinem Niveau und deinem Stil passt.

Vor- und Nachteile langer Snowboards:

Vorteile:

  • Stabiler bei höheren Geschwindigkeiten
  • Besserer Auftrieb im Tiefschnee

Nachteile:

  • Mehr Kraftaufwand bei Schwungeinleitung nötig
  • Lassen sich schwerer rotieren bei Tricks
  • Verzeihen weniger Fahrfehler

Vor- und Nachteile kurzer Snowboards:

Vorteile

  • Verzeihen mehr Fahrfehler
  • Geringeres Schwunggewicht während Spins und Schwüngen

Nachteile:

  • Instabiler bei hohen Geschwindigkeiten

Unser Tipp: Als Anfänger solltest du ein etwas kürzeres Board als die Standard-All-Mountain-Länge wählen. Die grundsätzliche Empfehlung liegt bei 5 bis 10 cm weniger als deine Körpergröße. Behalte jedoch auch im Hinterkopf, dass Aspekte wie dein Körperbau eine Rolle spielen können. Solltest du dir unsicher sein, helfen dir unsere Experten in einem INTERSPORT Rent Shop gerne weiter. Wir freuen uns auf deinen Besuch.

Die richtige Snowboard-Breite

Die Taillierung gibt die Breite eines Snowboards an seiner schmalsten Stelle an. Die meisten Boards haben eine Standardbreite – für Rider mit größeren Füßen kann diese aber oft zu gering sein. Gerade Anfänger tendieren zu Beginn zu schmaleren Modellen, weil diese eine bessere Kantenkontrolle ermöglichen.

Unser Tipp: Deine Boots sollten im Normalfall einen bis zwei Zentimeter weit über die Kante stehen.

So wichtig ist der Flex beim Snowboard

Der Härtegrad oder Flex eines Snowboards hat großen Einfluss auf den Fahrkomfort. Die Steifigkeit des Boards ist entscheidend für folgende Eigenschaften:

  • Reaktionsfreudigkeit
  • Kantenhalt
  • Pop
  • Auftrieb
  • Wie sehr ein Board Fehler verzeiht

Viele Boards haben einen dynamischen Flex. Das bedeutet, dass die verschiedenen Bereiche des Snowboards unterschiedlichen Flex aufweisen.

Allgemein lässt sich sagen, dass ein weicherer Flex eher Fahrfehler verzeiht, während ein härterer Flex mehr Reaktionsfreudigkeit bietet. Für Anfänger eignet sich deshalb vor allem ein weicheres Board, da du so schneller Fortschritte machst.

Häufig gestellte Fragen zur Auswahl des ersten Snowboards

Ist es einfach, zum ersten Mal Snowboard zu fahren?

Der Einstieg ins Snowboarden kann anfangs herausfordernd sein, da Gleichgewicht und Koordination neu gelernt werden müssen. Besonders das Bremsen und Kurvenfahren erfordern etwas Übung. Hinzu kommt die ungewohnte Körperhaltung, da man – im Gegensatz zum Skifahren – seitlich steht. Dennoch sind mit der richtigen Ausrüstung und in einem Snowboard-Kurs schnelle Erfolge möglich. Ob Skifahren oder Snowboarden besser ist, musst du für dich herausfinden.

Sind All-Mountain-Snowboards gut für Anfänger?

All-Mountain-Snowboards sind grundsätzlich eine gute Wahl für Anfänger, da sie ein breites Einsatzspektrum abdecken. Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du lieber auf der Piste, im Park oder im Gelände unterwegs bist, sind diese Allrounder eine Investition wert. Hinzu kommt, dass der Flex der Boards meist nicht allzu hart ist, wodurch sie kleine Fahrfehler verzeihen.

Dank unserer Verleih-Möglichkeiten hast du die Option, unterschiedliche Board zu testen, bevor du dich für oder gegen einen Kauf entscheidest. Besuche uns in einem Shop in deiner Nähe und lass dich von unseren RENTertainern beraten.

Was ist besser Camber oder Rocker?

Ein Snowboard mit einem Camber Profil bietet maximale Präzision, Stabilität und Kantenhalt. Es eignet sich perfekt für hohe Geschwindigkeiten auf harten Pisten und ermöglicht präzise Carving-Schwünge. Diese Bauform ist die richtige Wahl für fortgeschrittene und ambitionierte Fahrer, die Wert auf Kontrolle und eine reaktionsfreudige Performance legen.

Das Rocker-Snowboard hingegen punktet mit einem deutlich fehlerverzeihenderem Fahrverhalten, hoher Wendigkeit und mehr Auftrieb im Powder. Gerade im Tiefschnee, bei weichem Untergrund und für Freestyle-Einsätze genießt du dank der aufgebogenen Nose ein flowiges Fahrgefühl.

Ab welchem Alter sollte man Snowboarden lernen?

Der ideale Start zum Snowboarden liegt für die meisten Kinder zwischen sechs und sieben Jahren – mit der richtigen Ausrüstung, Geduld, dem richtigen Snowboardkurs und Freude am gemeinsamen Lernen wird das erste Snowboard-Erlebnis garantiert unvergesslich. Generell gilt: Man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen!

INTERSPORT Rent Tipp

Der RENTertainer empfiehlt

So ganz hast du den Durchblick für den Snowboard-Kauf noch nicht? Kein Grund zu verzweifeln! Unsere RENTertainer in den Skigebieten sind erfahrene Wintersportexperten. Sie wissen alles über Länge, Camber und Flex und helfen dir, das perfekte Board für deine Bedürfnisse zu finden.

Der Vorteil dabei: Dank unseres hochwertigen Leih-Equipments kannst du verschiedene Boards ausprobieren, bevor du dich für deinen Favoriten entscheidest!

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