Freestyle, Ski, Freeride | 15.11.2021

So findest du die passenden Freestyle-Bindungen!

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Du willst demnächst im Snowpark deine Skills zur Schau stellen, hast aber noch nicht die richtige Bindung dafür? Kein Problem! INTERSPORT Rent hat sich mit den Profis von Marker zusammengesetzt. Sie verraten dir die Besonderheiten von Freestyle-Bindungen und was du beim Kauf bedenken musst. Lies dir unsere Tipps durch, und hol dir die Bindung, die am besten zu dir passt! Viel Spaß beim Jumpen und Jibben!

Worauf du bei Freestyle-Bindungen achten solltest

Vom richtigen Material bis hin zur optimalen DIN-Einstellung: Bevor du dir ein neues Paar Freestyle-Bindungen zulegst, solltest du einige Dinge beachten. Wir sagen dir, worauf es ankommt!

Material

Für den Snowpark brauchst du eine Bindung, die einiges aushalten kann. Was wir damit meinen? Wenn du sicher über Rails gleiten und auch die schwierigsten Sprünge meistern willst, brauchst du eine Bindung, die beim Aufprall nicht bricht und zerbröselt. Freestyle-Bindungen bestehen häufig aus unterschiedlichen Anteilen von Kunststoff und Metall.

Eine einfache Faustregel: Je mehr Kunststoff, desto leichter und preiswerter sind die Bindungen – dafür mangelt es ihnen meist an Stabilität. Metallbindungen sind in der Regel schwerer und stabiler, was sie stoßfester macht. Auch wenn die meisten Metallbindungen etwas teurer sind, sind sie die sicherere und langlebigere Wahl. Sie halten jahrelang und sind die Investition absolut wert!

Schon gewusst? Die meisten Marker-Bindungen bestehen aus Magnesiumteilen. Magnesium war früher wegen seines geringen Gewichts und seiner hohen Festigkeit eines der wichtigsten Metalle im Flugzeugbau. Kein Wunder also, dass diese Bindungen die perfekte Wahl sind, um dich in die Luft zu bringen!

DIN-Einstellung

Alle Bindungen sind mit einer einstellbaren Auslösekraft, auch DIN genannt, ausgestattet. Die DIN-Zahl gibt an, wie leicht die Bindung unter Krafteinwirkung auslöst. Aber welcher Wert ist denn nun der richtige?

Es gilt das Goldlöckchen-Prinzip: Deine Bindung muss so sensibel sein, dass sie im Falle eines Sturzes auslöst, sonst riskierst du Verletzungen. Gleichzeitig muss die Bindung aber auch so fest sitzen, dass du Kicker und Landungen bewältigen kannst, ohne dass du deine Ski verlierst.

Drei Faktoren spielen bei der Wahl der DIN-Einstellung eine Rolle:

  • Können: wahrscheinlich der wichtigste der drei Faktoren. Wenn du ein Freestyle-Neuling bist, solltest du die DIN-Einstellung nicht zu hoch wählen, damit sich die Bindung bei einem Sturz lösen kann. Wenn du ein erfahrener Freestyler bist, ist eine höhere DIN-Einstellung besser, damit die Bindung nicht vorzeitig auslöst, wenn du deine Tricks übst.
  • Größe, Gewicht und Schuhgröße: Leichtere und kleinere Skifahrer brauchen eine niedrigere DIN-Einstellung. Große und schwere Skifahrer benötigen eine höhere Einstellung.
  • Fahrstil: Wenn du ein eher gemütlicher Skifahrer bist, kommst du mit einer niedrigeren DIN-Einstellung aus. Wenn dein Fahrstil eher aggressiv ist, solltest du einen höheren Wert wählen.
© VÖLKL / c.Pally-Learmond
© VÖLKL / c.Pally-Learmond

Beim Shoppen nach Bindungen wirst du schnell feststellen: Die meisten Bindungen haben eine Zahl in ihrem Namen. Diese Zahl entspricht in der Regel der maximalen DIN-Einstellung der Bindung.

Sehen wir uns ein Beispiel an: Die Marker Griffon 13 ID hat einen DIN-Bereich von 4 bis 13, daher die Zahl 13 in ihrem Namen. Die Marker Jester 18 Pro ID hat einen DIN-Bereich von 8 bis 18. Erkennst du das Muster? Die Zahl hilft dir bei der Entscheidung, welche Bindung du brauchst.

Aber denk daran: Du solltest mit deiner Bindung nicht zu nahe an der maximalen Einstellung liegen. Wenn du normalerweise eine DIN-Einstellung von 12 benötigst, solltest du nicht zur Griffon 13 ID greifen. Die Jester 16 ID mit einem DIN-Bereich von 6 bis 16 wäre die bessere Wahl für dich.

Tipp: Überlasse die DIN-Einstellung deiner Bindung lieber den Profis, anstatt selbst Hand anzulegen! Du solltest sie aber auf jeden Fall darüber informieren, was du mit deinen Ski vorhast. Wenn du hauptsächlich im Park über Rails gleiten und Obstacles meistern willst, dann solltest du ihnen das unbedingt sagen. So können sie die Bindung optimal auf deine Bedürfnisse und Vorlieben einstellen.

Montageposition

Bei den meisten All-Mountain- und Backcountry-Ski sind die Bindungen weiter hinten am Ski montiert. Das kann das Üben von Tricks im Park erheblich erschweren, da man immer mit dem Gewicht auf den Bindungen landet. Bei einem Park-Ski sollten die Bindungen daher in der Mitte des Skis angebracht sein. So hast du mehr Kontrolle über deine Ski!

Andere Überlegungen

Wenn du etwas mehr Geld für deine Bindungen ausgeben willst, dann frage nach einer Bindung mit austauschbaren Bremsen! Der Vorteil: Wenn du irgendwo hängen bleibst – vor allem bei Landungen und beim Rückwärtsfahren – und du so die Bremsen beschädigst, kannst du sie einfach austauschen. Du musst dann nicht die gesamte Bindung oder gar deine Ski ersetzen.

Ein weiterer Faktor, den du berücksichtigen solltest, ist, dass viele Bindungen auf Platten montiert sind, damit sie etwas höher sitzen. Das ist zwar für das Carven optimal, weil man dadurch einen besseren Kippwinkel erreicht – nicht aber für das Freestylen. Schließlich willst du keine Carving-Schwünge machen, wenn du dich einem Sprung näherst. Stattdessen ist es besser, einen tieferen Schwerpunkt zu haben, der dir eine bessere Balance und mehr Kontrolle über deine Ski gibt. Die Bindung sollte also relativ tief auf dem Ski sitzen – mit einer niedrigen oder gar keiner Platte.

© VÖLKL / c.Pally-Learmond
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Unsere Top-Picks

Du bist auf der Suche nach einer erstklassigen Freestyle-Bindung, mit der du auch die schwierigsten Tricks und Jumps meistern kannst? Dann solltest du dir die folgenden Modelle ansehen! Wir haben sie in aufsteigender Reihenfolge nach Schwierigkeitsgrad geordnet, da dies das wichtigste Kriterium bei der Auswahl ist.

Könnensstufe (Anfänger): Marker Griffon 13 ID

  • DIN-Bereich: 4.0 – 13.0
  • Gewicht: 1030 g
  • Gewicht des Skifahrers: < 120 kg
  • Bremsbreiten: 90 mm, 100 mm, 110 mm, 120 mm
  • Coole Features: Anti-Eis-Schiene, Triple Pivot Elite Vorderbacken, Inter Pivot 3 Fersenautomat, kompatibel mit einer Vielzahl von Skischuhen

Könnensstufe (Fortgeschrittene): Marker Jester 16 ID

  • DIN-Bereich: 6.0 – 16.0
  • Gewicht: 1070 g
  • Gewicht des Skifahrers: 60+ kg
  • Bremsbreiten: 90 mm, 100 mm, 110 mm, 120 mm
  • Coole Features: Magnesiumteile, Anti-Eis-Schiene, Triple Pivot Elite Vorderbacken, Inter Pivot 3 Fersenautomat, kompatibel mit einer Vielzahl von Skischuhen

Könnensstufe (Profis): Marker Jester 18 Pro ID

  • DIN-Bereich: 8.0 – 18.0
  • Gewicht: 1085 g
  • Gewicht des Skifahrers: 60+ kg
  • Bremsenbreiten: 90 mm, 110 mm, 120 mm
  • Coole Features: Magnesiumteile, Anti-Eis-Schiene, Triple Pivot Elite Vorderbacken, Inter Pivot 3 Fersenautomat, kompatibel mit einer Vielzahl von Skischuhen

Die Wahl der Bindung hängt stark davon ab, was du mit deinen Ski alles vorhast. Schau gerne in einem unserer INTERSPORT Rent Shops vorbei – dort erhältst du individuelle Beratung und hilfreiche Tipps!

Kann man mit Parkbindungen freeriden?

Die Antwort ist ... ja und nein. Theoretisch schon, aber in der Regel ist es nicht sehr praktisch und sicher. Parkbindungen haben keinen Hike-Modus, sind also nicht für den Aufstieg geeignet. Eine Duke PT oder Kingpin wäre in diesem Fall die bessere Wahl.

Wichtig: Wenn du im Gelände unterwegs bist, solltest du IMMER eine Bindung mit Hike-Funktion haben. Stell dir vor, einer deiner Freunde hat einen Unfall oder wird von einer Lawine erfasst – und du willst so schnell wie möglich wieder den Berg hinauf, um ihm zu helfen. Im Pulverschnee und nur mit Skischuhen an den Füßen ist das aber nahezu unmöglich ...

Wenn du allerdings nur den Powder neben der Piste genießen willst und mit dem Lift den Berg hinauffährst, dann eignen sich auch Parkbindungen wie die Jester oder Jester Pro.

INTERSPORT Rent Tipp

Du bist dir noch immer nicht sicher, welche Bindung am besten zu dir passt? Dann schau doch einfach bei INTERSPORT Rent vorbei. Die RENTertainer, unsere Wintersport-Experten in den Skigebieten, beraten dich gerne. Und dann kann’s losgehen – der Snowpark ruft!

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